oft gestellte fragen

 

In den Gemeinden geschieht doch so viel Gutes, wie können Sie dann behaupten diese seien schlecht?

Ich bestreite nicht, dass in den Institutionen (den so genannten Gemeinden) Gutes getan wird und geschieht. Ich bringe hier den Vergleich mit einem hochbegabten Schauspieler oder einer hochbegabten Sängerin. Diese können in Freiheit ein Millionenpublikum mit ihrer Begabung erfreuen. Wenn sie aber in einem Gefängnis gefangen sind, dann können sie auf der Gefängnisbühne eventuell ein paar hundert Menschen mit ihrer Gabe beglücken, wenn man sie überhaupt auftreten lässt. Dabei kann die Qualität der Vorstellung gleich gut sein wie in der Freiheit. Das zeigt mir, Gott kann trotz der klerikalen Nikolaiten- Gefängnisse durch seine Kinder wirken, aber eben nur sehr beschränkt. Ich bin überzeugt davon, dass Gott mehr Wirkung durch seine Kinder vorgesehen hat. Jesus Christus hat uns zur Freiheit befreit (Galater 5,1) und nicht dazu in einem frommen Getto unsere Gaben zu verschwenden. Daneben hat er alle begabt und zum Dienst berufen als Priester und Könige (Offenbarung 1,6) und nicht nur einige Kleriker.

 

 

Wie kommen Sie dazu in Ihrem Buch christliche Kirchen als Firmen zu bezeichnen?

Die Grundlage für diese Bezeichnung liefern die Kirchen, "Gemeinden", Werke und Verbände andauernd selbst, indem sie über sich selbst sehr oft in der "Unternehmenssprache" kommunizieren. Als Beispiel dazu zitiere ich aus der Zeitschrift Idea Spektrum Schweiz, Ausgabe 2017/42 vom 18. Oktober, aus einem Bericht über die Chrischona (ab Seite 18). Dort heisst es: "Ein Spendeneinbruch zwingt zum Handeln. Dabei läuft das Kerngeschäft ganz erfreulich". Oder weiter: "Seminar, Konferenzzentrum, Liegenschaften und Infrastruktur sollen in Zukunft als selbstständig arbeitende Zweige gewinnbringend bewirtschaftet werden". Oder: "Bislang ist alles im Verein Chrischona International zusammengefasst. Das hindert schnelle betriebswirtschaftliche Entscheidungen,...". Oder: "Das heisst, die andern Bereiche auf dem Chrischona-Campus müssen mittelfristig gewinnbringend (nicht nur kostendeckend, Am. Red.) arbeiten".

Wenn Sie eine christliche Zeitschrift aufmerksam lesen werden Sie viele weitere solche klare Hinweise dazu finden, dass es nicht abwegig ist solche Organisationen als "Fromme-"Firmen zu bezeichnen. Mehr dazu auch hier.

 

Weshalb kann es aus Ihrer Sicht nicht mehrere christliche Gemeinden geben?

Weil Jesus eine Braut und nicht einen Harem hat. Deshalb kann es nur eine Gemeinde geben und nicht mehrere. Des Weiteren ist es wichtig zu erkennen, dass Einzelstücke (Bestandteile eines Ganzen) in der Regel nicht richtig erkannt und zugeordnet werden können. Als praktischen Versuch können Sie diverse Einzelteile eines Lego-Autos nehmen und verschiedene Leute fragen, was das sei. Sie werden einfach Legoteile sehen und diese in der Regel als solche benennen. Wenn Sie dann erklären, jedes dieser Einzelteile sei für sich ein Lego-Auto, werden die Leute denken, Sie seien nicht ganz bei Sinnen. Ich bin überzeugt, dass es den Menschen in der "Welt" gleich ergeht, wenn Christen ihnen von ihren diversen Gemeinden/Kirchen erzählen. Wie sollen sie darin eine Einheit erkennen können?

Dieses Gemeinde-/Kirchen-Verständnis widerspricht aus meiner Sicht direkt dem Herzenswunsch von Jesus Christus in Johannes 17,20-21 (Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.) Wenn es dem Feind weiterhin gelingt, die Christen getrennt in klerikalen Organisationen religiös gefangen zu halten, wird die "Welt" auch in Zukunft nicht erkennen (glauben) können, dass der Vater den Sohn gesandt hat. Diese Konsequenz erachte ich als katastrophal für unsere gesamte Menschheit.

 

Was haben Sie gegen die Kirchen, bzw. sind wir nicht alle die Kirche?

Sind wir die Kirche, oder sind alle gläubigen Christen zusammen die Gemeinde (die Herausgerufenen, lateinisch Ecclesia)? Wenn wir alle die Kirche sein sollten, weshalb gibt es dann so viele verschiedene Kirchen? Für das Wort das Wort Kirche finden sich diverse Angaben über Herkunft und Bedetung.

Aus meiner Sicht die die Wahrscheinlichste und Gefährlichste für uns Christen ist folgende: Das Wort Kirche kommt von Kirke oder auch Circe, bzw. Zirze. Circe ist der Name einer Schicksalsgöttin und Zauberin in der griechischen Mythologie. Sie ist die Tochter des Sonnengottes Helios und der Okeanide Perse. Sie gilt auch als die Göttin der Unterhaltung und des Schauspiels. Das deutsche Wort "bezirzen" hat dieselbe Quelle und bedeutet, jemanden verzaubern bzw. einwickeln, einlullen. Der römische Zirkus und das griechische Theater stammen ebenfalls von diesem Wort ab.

Sollte diese Bedeutung des Wortes Kirche zutreffen, wovon ich leider überzeugt bin, so hat dies für die Christenheit verheernde Folgen. Denn verzauberte und eingewickelte Christen sind wie ein Leuchter, der unter einem Scheffel steht. (Frei nach Matthäus 5,14)


Wie sieht Ihrer Meinung nach ein biblisch korrektes Leben von 
Christen an einem Ort aus?

Es geht mir nicht in erster Linie um Korrektheit, sondern um lebendige Beziehung. Daneben sehen wir in der Bibel aber auch ganz klar, dass unser Gott ein Gott der Ordnung ist. Sich mit den Ordnungen für die Versammlungen der Heiligen am jeweiligen Ort zu befassen macht erst Sinn, wenn zuvor jeder einzelne in einer persönlichen Gottesbeziehung und Nachfolge lebt (siehe dazu das Bild im Buch "Romana und der Flug der Wildgänse" auf Seite 64).

"Grundregeln" für die Versammlungen der Christen finden wir vor allem in den Briefen des Paulus. Zum Beispiel im 1. Korinther 11 und 14,26-33: Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus. Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Versammlung und rede für sich selber und für Gott. Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen. Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der Erste. Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden. Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.

Wenn Sie diese Frage beschäftigt, sollten Sie unbedingt selbst in der Bibel, von der Apostelgeschichte bis zur Offenbarung, danach forschen.

 

Weshalb haben Sie das Buch geschrieben?

Weil ich davon überzeugt bin, dass das religiöse klerikale Nikolaitentum eines der grössten, wenn nicht das grösste Problem im Leib Christi darstellt, und ich es deshalb vor dem HERRN nicht verantworten kann, das Buch zu dieser Thematik nicht zu schreiben.

Dies sind meine Überzeugungen und ich hoffe und glaube, dass ich damit nicht völlig falsch liege. Falls dies doch der Fall sein sollte, bin ich überzeugt davon, dass Gott einen Weg finden wird, mich zu korrigieren.